Kieler Jung

While my guitar gently sleeps

Da hängen sie nun an der Wand, meine Gitarren. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Jeden Tag wenigstens eine halbe Stunde üben, um meine Spielfertigkeit auf das nächste Level zu bringen. Vom blutigen Anfänger wenigstens bis zum versierten Anfänger. Dabei habe ich mir eingebildet, dieses Instrument für den Hausgebrauch ausreichend zu beherrschen, hatte ich doch schon die gängigen Akkorde („Griffe“ sagten wir damals) in meiner Jugendzeit gelernt, lange bevor ich eine eigene Gitarre besaß. Das ist nun schon fast ein halbes Jahrhundert her. Ich kann die Akkorde auch heute noch mühelos spielen und auch Sachen auf youtube beispielsweise mitspielen. Nur wenn ich ganz auf mich gestellt ein Lied von Anfang bis Ende zum Besten geben will, treten meine Schwächen schonungslos zu Tage. Das geht los mit meinen nicht vorhandenen Gesangsfertigkeiten. Ist halt blöd, wenn man etwas spielt und keiner außer mir (er-)kennt den Titel. Gut, ich könnte pfeifen oder summen, aber das ist auch nicht der Bringer. Das größte Problem aber ist das Timing. Das habe ich in meiner Jugend nicht gelernt, weil ich nie einen Lehrer hatte, sondern immer nur bei anderen abgeschaut habe. Und das macht mich zum blutigen Anfänger. Mit regelmäßiger Übung könnte man das schnell abstellen. Ganz so talentbefreit bin ich schließlich auch nicht. Aber von den vierundzwanzig Stunden am Tag kann ich mir vielleicht ein oder zwei Stunden für mich allein reservieren, der Rest geht anderweitig drauf oder ist wegen überbordender Müdigkeit unproduktiv. Diese maximal zwei Stunden für mich wären mehr als genug um Gitarre zu üben, wenn ich nicht noch gefühlt zwei Dutzend andere Baustellen hätte, die sich dieses Zeitfenster teilen müssen. Da kann es schon mal vorkommen, dass ich vor lauter Frust überhaupt nichts mache.

Paula

Meine Gitarren an der Wand repräsentieren meine unerfüllten Jugendträume. Weil es Gitarren sind, die ich mir damals nicht leisten konnte. Eine Fender Stratocaster, eine Les Paul von Epiphone. Die Strat ist eine mexikanische, denn Geld zum Fenster rauswerfen habe ich immer noch nicht. Aber selbst diese günstigeren Versionen (Epiphone statt Gibson, die Strat in Mexiko von Mexikanern anstatt in USA von Mexikanern gebaut) sind noch der reinste Luxus im Vergleich zu dem, womit ich früher vorlieb nehmen musste. Da gab es so ein Musik – Versandhaus in München – der Name ist mir entfallen – wo man Elektrogitarren auf Raten kaufen konnte. Da bestellte ich mir eine, und der Name der Marke ist mir auch entfallen. Die Bespielbarkeit war grottig. Ich weiß das, weil ich mal auf einer Musikmesse in Köln eine Stratocaster in Händen halten durfte. Aber mehr war halt nicht drin damals. Ich spielte in einer Punkband, wir trafen uns einmal die Woche in einem unbeheizten Raum über einer Kneipe in einem kleinen Kaff. Mit klammen Fingern, laut und falsch, aber bei dem damaligen Punk fiel das nicht ins Gewicht. Die weibliche Dorfjugend fand es gut und der Wirt machte die eine oder andere Mark an Umsatz durch uns. Dafür war der Übungsraum gratis.

Manchmal holt einen die Realität schneller ein als einem das lieb ist. So wurde aus dem hoffnungsvollen Punker mit guten – was sage ich – allerbesten Aussichten auf eine erfolgreiche Musikerkarriere ein junger Familienvater und statt Gitarren standen Windeln und Milupa auf dem Einkaufszettel. Die Liebe zur Gitarre blieb, die Liebe zur meiner ersten Frau nicht. Nach der Scheidung war mir nicht mehr nach musizieren zu Mute. Über viele Jahre dachte ich: Das war es mit der Musik. Zwar hatte ich sporadisch mal wieder eine Klampfe zu Hause herum stehen, aber nie irgendwelche Absichten damit verfolgt. Das ist jetzt anders. Ich verfolge heute wieder durchaus ernste Absichten. Als youtuber kommt man öfter in die Verlegenheit, keine brauchbare Musik für seine Filme zu bekommen. Klar, es gibt lizenzfreie direkt von youtube, oder man kauft sich Lizenzen von Portalen wie epidemic sound oder jamendo, aber das genügt meinen Ansprüchen nicht immer. Und man tritt Rechte von seinem Video ab. Das war überhaupt der Grund, warum ich mir wieder eine Gitarre gekauft habe. Mit einer Yamaha Pacifica 112 hat es angefangen. Und jetzt habe ich ein komplett fertiges Studio, welches auf seine Bestimmung wartet. Das Zeitfenster hatte ich schon erwähnt, oder? Aber irgendwann wird die To Do – Liste kürzer oder ich habe als Rentner mehr Zeit für diese Dinge.

Im Moment sind die Prioritäten noch anders gelagert. Wenn ich keine Filme drehe, brauche ich auch keine Musik zur Untermalung. Ich will aber nicht irgendwelche Filme drehen, sondern zusammen mit meiner lieben Frau Reisen unternehmen und Abenteuer erleben. In einem Dacia Dokker, den ich zur Zeit zu einem Minicamper ausbaue. Auf boondokker.de kann man das nachlesen. Alles das soll filmisch dokumentiert und auf youtube veröffentlicht werden. Ich könnte jetzt behaupten, das es mir egal ist, ob sich das jemand anschaut oder nicht, aber das wäre gelogen. Ich will Klicks und Likes und davon so viel wie möglich. Das soll irgendwann meine Rente aufbessern. Hier ist also die nächste große Baustelle: Selbstvermarktung. Ich habe gefühlt zwei Dutzend udemy-Kurse zu den Themen SEO, affiliate marketing und social media, die ich nicht nur durcharbeiten, sondern auch in die Tat umsetzen muss. Und ganz nebenbei wollen auch drei Blogs mit content gefüttert werden. Das alles in zwei Stunden pro Tag. Eine, wenn ich noch work-outs mache.

Es ist viel auf einmal. Wenn alle Fäden zusammenlaufen wie geplant, wird das Projekt Selbstvermarktung in drei bis vier Jahren Früchte tragen. Dann werden meine Gitarren an der Wand ihrer Bestimmung zugeführt und zusammen mit meinem anderen Studio-Equipment unsere Videofilme musikalisch bereichern. Mit einzigartiger Musik, die man nicht beim Youtube schauen schon zigmal gehört hat. Mit eigenen Kompositionen, eigenen Sounds. Instrumente spielen, aufnehmen, mixen und mastern, es scheint, als würde mein Leben erst jetzt Sinn ergeben und ich hätte bis zu diesem Lebensabschnitt ein Dasein geführt wie meine Gitarren an der Wand. Geduldig wartend, bis die Zeit dafür reif ist. Unendlicher Dank gebührt meiner lieben Frau, die mich einfach machen und kreativ sein lässt. Auch wenn sie meint, ich hätte jetzt genug Gitarren.

1000 Worte sagen mehr als ein Bild

Jedenfalls, wenn man Blogger ist. So sagen es auch die Werbefuzzis, wenn es darum geht, Traffic zu erzielen. Da ist es ganz praktisch, dass oben links im Editor beim Schreiben die Anzahl der Wörter abrufbar ist. Man weiß ganz genau, wann Schluss ist. Oder anders herum, wie viel man noch schreiben muss, um als ausreichender Content durchzugehen. So ernsthaft gebloggt habe ich ja bisher noch nicht. Mal angefangen, dann wieder aufgehört, dann wieder angefangen. Bis die Erkenntnis reifte, dass das, was ich schreibe, keine Sau interessiert. Aber dieses Mal wird alles ganz anders. Dieses Mal höre ich auf die Fachleute und mache alles ganz genau so, wie sie es vorschlagen. Und die Fachleute sagen: Mehr Text, weniger Bilder. Für Fotoblogger irgendwie blöd. Ist aber nicht mein Problem.

Warum ich blogge? Ich brauche einen Zusatzverdienst. Bald gehe ich in Rente, habe aber keinen Bock, mich einzuschränken. Und noch weniger Bock habe ich, morgens um vier aufzustehen, um Zeitungen auszutragen. Oder im Supermarkt Regale einzuräumen. Darum blogge ich. Gleich in drei gänzlich verschiedenen Blogs. Also vom Inhalt verschieden. Ich wollte meine Themenbereiche nicht alle zusammen rühren und zu einem Kraut- und Rüben-Blog verkommen. Daher also drei. Die anderen beiden findet ihr rechts in meiner Blogroll. Aber das wiederkommen nicht vergessen! Und jetzt will ich jede Woche in jedem Blog einmal posten. Dreimal 1000 Worte. Puh! Das mit den 1000 Worten haben Wissenschaftler heraus gefunden. Minimum.

Was? Zweihundertzweiunddreißig Worte erst? Das artet ja in Arbeit aus. Es sollen ja nicht irgendwelche 1000 Worte sein, sondern wohl überlegte. Und das alles ohne Bilder. Ob ich das wohl schaffe? Ich habe sowieso schon ein Problem damit, meine Motivation in Taten umzusetzen. An Motivation mangelt es mir nicht. Da habe ich soviel davon, ich könnte was von abgeben. Aber Motivation alleine reicht nicht aus. Der innere Schweinehund lacht sich eins über meine Motivationen. Ohne Disziplin kann man motiviert sein, wie man will und tritt trotzdem auf der Stelle. Das ist genau so wie mit den guten Vorsätzen. Na, wie lange halten sie bei Euch? Bei mir jedenfalls ist noch Luft nach oben. Viel Luft. Manchmal schäme ich mich richtig. Ich nehme mir morgens beim Frühstück vor, heute keinen Zucker zu konsumieren und keine zwei Stunden später krümelt mir ein Keks aufs Hemd.

Ich würde jetzt gerne ein Bild einfügen. Aber ich will dieses eine Mal einen Beitrag ohne Bilder posten. Na ja, ganz am Ende füge ich ein zusammenhangloses Foto ein. Denn was für ein Bild würde hier in den Zusammenhang passen? Mir fällt nichts ein. Aber ganz ohne Bild ist blöd, denn ich werde diesen Beitrag natürlich auf Facebook teilen. Ohne Foto geht das unter und schon wieder liest keine Sau, was ich schreibe. Soll ja Blogger geben, denen das egal ist. Für die ist die Bloggerei so eine Art Tagebuch. Oder Therapie. Sich was von der Seele schreiben, ihr wisst schon. Aber ein Tagebuch, wo jeder drin lesen kann? Wie schräg ist das denn? Nein, ich blogge für Geld. Jedenfalls ist das der Plan. Wäre natürlich viel einfacher, wenn ich jeden Tag mein Mittagessen fotografiere und dazu noch irgendeinen Schwachsinn absondere. Entschuldigung! Ich wollte nicht abwertend sein. Aber das was ich mache, ist viel komplizierter. 1000 Worte, die sagend sind. Und nicht Nichts sagend. Das heißt, ich brauche auch jedes Mal, wenn ich bloggen will, nein muss, weil ich will ja Geld verdienen, ein spannendes, neues Thema. Das kann ja heiter werden.

Das ist ja noch alles ziemlich jungfräulich hier und meiner Gestaltungsfreiheit sind keine Grenzen gesetzt. Die Zielrichtung dieses Blogs soll meine Kreativität sein. Alles, was in meinem Kopf entsteht, ob es nun Texte oder Melodien sind, Bilder oder fertige Tracks, werden hier einen Platz finden. Oder zumindest vorgestellt und verlinkt, weil Musikvideos sind bei youtube besser aufgehoben. Ich glaube, ein Schaffender wird erst dann zum Künstler, wenn er 1000 Worte findet, um seine Kreation zu beschreiben. Dann wird aus einem Klecks ein Picasso!

Ok. Endspurt. Ein kleiner Absatz noch, dann ist es geschafft. Ich frage mich, wie die Politiker das schaffen, ein Wort an das andere zu reihen, ohne Pause zu labern und dabei Nichts zu sagen. Wenn sie Reden halten müssen, dann lassen sie diese natürlich von Redenschreibern schreiben. Wäre glaube ich nichts für mich. Ich rede, wie ich denke. Manchmal rede ich, bevor ich denke. Aber schreiben ohne zu denken geht gar nicht. Und gerade denke ich darüber nach, wie ich hier die Kurve kriege und wieder zum Thema zurück finde. Content produzieren. Denn Content ist King! Ohne Content werden mich die Suchmaschinen (gilt das Plural eigentlich noch oder gibt es nur noch DIE Suchmaschine?) nicht finden. Da fällt mir ein, ich brauche noch keywords für diesen Beitrag. Motivation habe ich schon, was geht noch? Hmm, Selbstvermarktung! Genau das ist der Punkt. Gut, das ich da noch drauf gekommen bin. Ich trage meine Haut jetzt selbst zum Markt. Kann man das so sagen? Hat so einen negativen touch. Ich muss noch mehr heraus finden darüber, wie man sich selbst vermarktet. Bei wordpress gibt es bestimmt einen Kurs oder Leitfaden, wie man ein erfolgreicher Blogger wird. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät und die Plätze an der Sonne sind schon alle weg. Zum Glück habe ich noch einen richtigen Beruf und muss nicht davon leben. Obwohl es ja Leute gibt im Internet, die behaupten, vom Bloggen gut leben zu können. Na ja, nicht davon, sondern eher vom Affiliate-Marketing. Ich wusste bis vor Kurzem überhaupt nicht, was das ist. Ich habe aber eben meinen Adblocker abgeschaltet. Wir sind ja neuerdings alle solidarisch, jetzt in Coronazeiten. Und unter uns Bloggerkollegen ist es ja wohl selbstverständlich, ohne Adblocker zu surfen. Ich nehme Corona noch als keyword mit rein. Wenn jemand corona+motivation googled, findet man mich. Vermutlich muss man noch ein wenig herunter scrollen und voila! Dann noch auf ein Werbebanner klicken und bei mir klingelt die Kasse. Easy money, das.

So, jetzt muss ich noch wie versprochen ein zusammenhangloses Foto finden in meinem Fundus. Mir kommt gerade die Idee für meinen nächsten Beitrag: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Genial, was?

Zusammenhangloses Foto

Plan B

Es ist, wie es ist. Die Welt hält gerade Dank Corona den Atem an, fast alles steht still. Für Viele ist Umdenken angesagt. Für uns auch. Wobei der geplatzte und fertig geplante USA-Urlaub zwar schmerzt und wir von dem Geld für die Tickets – immerhin fast 2000 Euro – wahrscheinlich nicht mehr viel wiedersehen. Aber immerhin habe ich noch meinen Arbeitsplatz. Noch. Dümpelt gerade etwas vor sich hin und ich verbringe mehr Zeit zu Hause als unterwegs im Außendienst. Und bis auf die Lufthansa haben wir alles stornieren können, sogar der Parkplatz am Hamburger Flughafen hat uns bis auf eine kleine Stornogebühr alles zurück bezahlt. Stand Lufthansa: Da über check24 gebucht und dort versucht zu stornieren, wollten sie uns 119 Euro pro Person erstatten. Anfragen online bei Lufthansa direkt sinnlos. Als Antwort auf unsere schriftliche Anfrage kam immerhin eine mail, das man sich mit uns in Verbindung setzen wird. Irgendwann. Aber das sind, im Vergleich zu anderen, eher Luxusprobleme.

Was mir mehr Sorgen bereitet, ist, wie es beruflich weiter geht. Ob es überhaupt weiter geht und wenn ja, wie? Die Bundesregierung hat ja in ihrer göttlichen Weisheit die Wirtschaft komplett vor die Wand gefahren und druckt nun Geld als gäbe es kein morgen. Die Bundesregierung ist um unser leiblich Wohl besorgt, um unsere Gesundheit. Auf ein Mal? Wo ist denn die Bundesregierung, wenn Glyphosat auf unsere Lebensmittel gesprüht wird? Oder unser aller Immunsystem aufs Spiel gesetzt wird, indem man tatenlos zuschaut, wie Hühner mit Antibiotika vollgestopft werden. Zucker? Tabak? Alkohol? Gammelfleisch? Um alles das hat sich unsere Bundesregierung bisher wenig bis nicht geschert. Warum also jetzt? Die Lobbyinteressen standen immer über unserer Gesundheit und werden es auch weiter tun. Wir sehen es nur noch nicht. Wenn die „Pandemie“ auch allen anderen schadet, den Regierenden nicht. Siehe Umfragen.

Ich werde nicht tatenlos abwarten. Ich hatte jetzt Zeit genug zum Nachdenken. Das geht ganz gut, wenn das Hamsterrad auf einmal still steht. Mein ganzes Leben habe ich damit verbracht, dieses Hamsterrad weiter zu drehen für die vermeintliche Sicherheit eines Einkommens. Und eines bescheidenen Auskommens. Aber die Rente naht. In ein paar Jahren ist es soweit. Und dann ist Schmalhans Küchenmeister. Und jetzt Corona. Das ist wie ein Brandbeschleuniger, der meine Sorgen zusätzlich befeuert. Nein, ich werde nicht tatenlos zusehen, wie unsere Träume sich in Rauch auflösen. Unsere Träume von Reisen und Abenteuer, von Zeit füreinander, von einem angstfreien Leben. Und mein Traum, meine Kreativität für mich zu nutzen anstatt sie im Hamsterrad sinnlos zu vergeuden. Die Zeit ist jetzt reif. Reif für das social media – Imperium 😛

Also mache ich jetzt was. Irgendetwas mit Medien. Irgendetwas? Nein, etwas ganz bestimmtes. Ich texte, blogge, schreibe, komponiere, fotografiere, filme, lerne, lehre, musiziere, philosophiere, verwirkliche und influence. Bis auf das Letzte eigentlich nichts Neues. Denn das ist öffentlich. Und das ist der große Unterschied. Dieser (dieses?) Blog hier wurde eigentlich ins Leben gerufen, um während unserer USA-Reise 2020 die daheim Gebliebenen auf dem Laufenden zu halten, wo wir gerade sind und was wir gerade tun. Ich hatte nie groß die Absicht, etwas anderes damit zu machen. Aber gerade habe ich meinen Blog bei WordAds angemeldet und das gibt jetzt die Richtung vor. Ich möchte mir auf den social media – Kanälen ein paar Cent dazu verdienen. Facebook, youtube, wordpress und Instagram. Viel Neuland für mich. Natürlich kenne ich das alles schon irgendwie, aber weiß ich, wie es funktioniert? So richtig? Nein. Es gibt noch viel zu lernen.

Kreativplatz

Ich mache mir nichts vor. Alles das ist auch mit Arbeit verbunden, denn ich fange bei Null an. Null Abonennten, null Follower, null Likes. Null Plan? Ehrlich gesagt, der Plan ist noch nicht ganz fertig und wird es auch nie sein. Ich nehme mir die Freiheit, Fehler zu machen und daraus zu lernen, an Stellschrauben zu drehen und falls nötig, die Richtung zu ändern. So lange, bis ich meine Nische gefunden habe. Unser erstes Projekt, welches wir in die Öffentlichkeit tragen, ist der Ausbau eines Dacia Dokkers zum Minicamper. Gibt es schon, ich weiss. Aber nicht der Ausbauweg, den ich gehe. Da ist vieles anders, gerade eben, weil ich bei anderen gesehen habe, wie ich es NICHT machen will. Mein Ausbau soll auch für handwerklich nicht so Begnadete nachvollziehbar sein. Und flexibel. Bleibt dran, und ihr werdet es sehen! Auf www.boondokker.de . Ein weiterer Blog von mir.

Dann gibt es immer wieder DIY-Anleitungen auf youtube zu diesem und anderen Themen, wie zum Beispiel aus meiner Arbeit im Studio. Denn ich will die komplette musikalische Untermalung selbst machen. Ist der Dokker fertig, gibt es Reiseberichte. Tägliche Updates gibt es auf Instagram und Facebook und ich habe mir vorgenommen, wenigstens einmal wöchentlich zu bloggen, weil genau hier der Dreh- und Angelpunkt unserer Aktivitäten sein wird. Zum nicht-virtuellen social media-Imperium gehört auch ein fast 1000 Quadratmeter großer Selbstversorger-Garten, aus dem es auch viel Interessantes zu berichten und Erfahrungen zu teilen gibt. Es geht also um mehr als ein Auto zum Camper umzubauen. Es geht vielmehr um eine Lebensanschauung und die lässt sich vielleicht so auf einen Punkt bringen: Es braucht kein großes Budget, um viele Länder zu bereisen und die Welt zu erkunden. Es braucht Mut, Fantasie und den Willen, den Hamsterkäfig zu verlassen und sich soviel Freiheit wie möglich zu erkämpfen. Vor allem auch im Kopf.

Es wäre ja nicht schlecht, wenn aus mir der nächste youtube-Millionär werden würde. Aber mir reicht es schon, wenn ich es schaffe, mir in vier Jahren ein social media – Standbein zu schaffen, welches mir ein etwa mittleres dreistelliges monatliches Einkommen sichert und das ich auch von unterwegs betreuen kann. Ich weiss, Follower wollen ständig neu bespaßt und unterhalten werden. Aber vielleicht gewinne ich ja auch Kunden, die von dem profitieren, was ich kann. Als ich in das Berufsleben eingestiegen bin, gab es weder facebook noch sonst irgendwas. Die Möglichkeiten heute hätte ich damals gerne gehabt. Vielleicht denken die FFF-Girlies mal daran, wenn sie das nächste Mal mit ihren Smartphones umherhüpfen. Und wem sie diese Möglichkeiten zu verdanken haben. Aber es ist ja nicht zu spät. Sechzig ist ja kein Alter, um durchzustarten. In vier Jahren will ich über eintausend echte(!) Abonnenten bei youtube haben und die Follower auf facebook und instagram sollen auch vierstellig sein. Wer noch eine Idee hat, wie man ein kleines Einkommen generiert, gerne einen Kommentar da lassen. Danke.

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