USA 2018 – Death Valley

Der erste Tag im Juni 2018 war der Tag, an dem wir in vier Bundesstaaten der USA waren. Wir verließen Utah am frühen Morgen, durchquerten die linke obere Ecke von Arizona bei Littlefield, durch Nevada vorbei an Las Vegas in das Death Valley nach Kalifornien. Von etwa 560 Metern Höhe ging es bis auf 80 Meter unter den Meeresspiegel hinab und dann wieder hinauf auf 1264 Meter in Bishop. Das „hinauf“ bezieht sich größtenteils auf eine endlos lange Steigung im Tal des Todes.

Stress pur für Mensch und Maschine

Die Frage, ob wir es wagen, das Death Valley zu durchqueren, hat uns einige Zeit beschäftigt. Der Wohnmobilanbieter Cruise America hat eine Haftung für Pannen im Death Valley ausgeschlossen. Schon die Fahrt durch das platte Nevada war wenig erfrischend und eine eher staubige Angelegenheit. Und nun waren wir hier in der sengenden Hitze. Machte man die Fenster auf, fühlte sich das in etwa so an, wie wenn man zu Hause die Backofentür aufmacht, um die fertige Pizza zu entnehmen. Es gab kein zurück mehr.

Da kommt was auf uns zu…

Mein stetiger Blick galt der Temperaturanzeige. Ich würde lügen zu behaupten, daß wir hier tiefenentspannt zu Werke gingen. Würde die Karre den langen Anstieg meistern?

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters…

Die heißeste jemals gemessene Temperatur hier waren 57° Celsius in der Furnace Creek Ranch. Wir hatten Glück und an diesem Junitag war es nicht so heiß wie üblich. Trotzdem war es uns heiß genug. Nach den eher milderen Tagen in Utah war das schon ein merklicher Unterschied. Es ging weiter bergauf.

Vor uns lagen die schneebedeckten Berge Kaliforniens. Aber da mußten wir erst noch hinauf. Die letzte Begegnung mit der uns gewohnten Zivilisation fand in der Area 51 Alien Center genannten Raststätte statt und das war nun schon Stunden her. Sicher ist hier das eine oder andere Auto unterwegs und es ist tröstlich, andere Menschen zu sehen, aber als wir oben angekommen waren und man auf der anderen Seite in das grüne Tal der Sierra Nevada blicken konnte, waren wir doch irgendwie ziemlich erleichtert. Wit hatten das Tal des Todes unbeschadet durchquert.

Roadmovie
Das hat die Boon Dokkerin gesehen

Ein Gedanke zu “USA 2018 – Death Valley

  1. Boon Dokkerin 13. März 2020 / 14:06

    Eine eigenartige Gegend voller Gegensätze. Abstoßend und anziehend zugleich. Eintönig und dennoch farbig und abwechslungsreich. Menschenfeindlich, und dennoch sieht man Überreste menschlicher Besiedlung. Ja sogar am Rande, oder besser gesagt, doch schon im DeathValley gibt es Häuser mit Postkästen und sogar einer Bank. Jedoch das mir einschneidenste Erlebnis war tatsächlich, wie ich versuchte im kochendem Führerhaus die Fenster zu öffnen um etwas Frischluft zu bekommen, und es von draußen noch heißer in das Führerhaus herein strömte. Wahnsinn …

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