Selbstvermarktung #1

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Ich habe es ja schon in der „Über mich“ – Seite geschrieben. Meine ganzen Social Media – Aktivitäten nebst dem Bloggen mache ich nicht aus Langeweile, sondern ich verfolge ein ganz bestimmtes Ziel: Nämlich meine zu erwartende Altersarmut abzufedern. Das hört sich vielleicht etwas dramatisch an, aber wenn ich den Bescheid von der Rentenversicherung bekomme, wo drin steht, was ich als Rente erwarten darf (unter der Voraussetzung, dass ich bis 2024 noch meinen Arbeitsplatz behalte); dann treibt es mir schon die Tränen in die Augen. Ich kann mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, an der Tafel für abgelaufene Lebensmittel anzustehen noch in Abfalleimern nach Pfandflaschen suchen zu müssen, nur um meiner Frau und mir ein paar Tage Ferien abseits vom unserem Schrebergarten zu ermöglichen.

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Nun ist dieser Blog (dieses Blog hört sich für mich blöd an…) eigentlich meiner kreativen Seite gewidmet. Meine Fotos, meine Videos, meine Musik sollen hier einen Weg in die Öffentlichkeit finden. Aber ich werde dieses Portal auch nutzen, um meine Schritte in Sachen Selbstvermarktung zu dokumentieren. Eigentlich ist sich selbst zu vermarkten, ohne sich dabei selbst zu verkaufen schon ein Widerspruch in sich. Aber tue ich nicht genau dies, in dem ich jeden Tag meine Arbeitskraft für Geld verkaufe? Ich muss mich ja nicht verbiegen. Letztendlich biete ich meine Kanäle als Werbefläche an und hoffe auf ein paar Cents aus dem Affiliate Marketing. Vor ein paar Wochen wusste ich noch nicht einmal, was das ist.

Und jetzt habe ich auf einmal Dutzende offener Baustellen. Okay, ich gebe mir selbst ein paar Jahre Zeit, bis zum regulären Renteneintritt. Ich könnte vielleicht noch ein oder zwei Jahre in meinem Job dranhängen. Für jeden Monat länger steigt meine Rente um 0,5 Prozent. Aber will ich das? Ich habe jetzt schon keinen Bock mehr! Ich will endlich Zeit haben um die Dinge zu tun, die ich tun will. Siehe auch hier.
Zeit und Beharrlichkeit werde ich schon brauchen. Wie sonst soll ich mich denn durchsetzen gegen die Millionen von Youtubern und Influencern mit all ihren hippen und trendigen Vlogs und Stories? Als ich so alt war wie die, war ich mit einem dudelnden Casettenrecorder lässig in der Armbeuge getragen der König der Straße in unserem Kaff. Bis die Batterien leer waren.

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Plötzlich dreht sich alles um SEO. Search Engine Optimization. Jeden Satz, den ich schreibe, jedes Video, das ich drehe und jeden Beitrag, den ich poste, soll ich nun so optimieren, damit nichts in der schieren Informationsflut untergeht. Dabei bin ich selbst kurz vorm Ertrinken in all den udemy-Kursen und Youtube-Anleitungen. 1000 Abonnenten in drei Tagen. Nee, ist klar. Obwohl, ich habe gestern ein Video gesehen. Es zeigt einen Mann, der einen Buchsbaum schneidet. 2,9 Millionen Aufrufe! Aber das war vor 5 Jahren. Ich habe manchmal das Gefühl, allen Trends immer hinterher zu laufen und wenn ich auf den Zug aufspringen will, ist er schon abgefahren.

Wie dem auch sei. Ich werde in Abständen über meine Erfolge und Mißerfolge hier an dieser Stelle berichten. Ich bin jetzt Affiliate Partner von amazon, Magix und Soundstripe. Für Google Adsense bin ich noch zu klein und bis ich meine Youtube-Kanäle monetarisieren kann, vergehen auch noch Monate, wenn nicht Jahre. Für meine Werbung hier auf wordpress habe ich in drei Monaten 5 Cent (amerikanische) verdient. Das ist doch mal ein Anfang.


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