USA 2018 – Half Moon Bay

22.Mai 2018

Seit vorgestern sind wir in den USA, von Berlin über Frankfurt sind wir hergeflogen und haben erst einmal in San Francisco übernachtet. Man bekommt kein Wohnmobil in die Hand gedrückt, wenn man aus dem Flieger steigt. Es war ohnehin schon später als geplant, weil die Einreiseformalitäten sich doch länger hinzogen. Danach haben wir uns von einem Taxi in das Hotel bringen lassen, nachdem der Fahrer endlich einen Weg ausfindig gemacht hat. Taxifahrer in San Francisco sind eine Klasse für sich. Das Hotelzimmer war schlicht, Best Western Standard, aber uns war es egal. Wir waren in Amerika. Wir waren müde.

Am nächsten morgen haben wir uns dann wieder durch die halbe Stadt kutschieren lassen, um das Wohnmobil bei Cruise America abzuholen. Ursprünglich wollten wir öffentliche Verkehrsmittel benutzen, aber dann war es doch bequemer, die Koffer und den ganzen Kram einfach ins Auto zu packen. Wir hatten das Hotel schon weit voraus in Deutschland gebucht, uns dann aber statt für Jucy Camper für Cruise America umentschieden, von daher lag das Hotel nicht mehr ganz so günstig. Aber egal, jetzt sollte es los gehen. Der Plan für den ersten Tag war: Wohnmobil abholen, einkaufen, raus aus der Stadt. Ich wollte nicht am ersten Tag durch San Francisco kurven, sondern einfach nur raus.

Und jetzt liegt die erste Nacht im Wohnmobil hinter uns. Wir sind in der Half Moon Bay auf einem Campingplatz gelandet und versuchen uns nicht ansehen zu lassen, das wir die absoluten Greenhorns in puncto Wohnmobil und USA sind. Na ja, ich nicht ganz, ich habe hier ein paar Jahre gelebt, aber das ist lange her und eine andere Geschichte. Meine Frau allerdings ist das erste Mal hier und das erste Mal überhaupt geflogen. Und jetzt steht sie am Pazifik und ist überglücklich.

Es geht endlich an den Strand

Die Pazifikküste im Norden Kaliforniens ist oft in nebligen Dunst getaucht. Manchmal sieht man wochenlang keine Sonne. Trotzdem wohnt in dieser Szenerie ein ganz bestimmter Zauber, der sich im Sonnenschein wahrscheinlich nicht offenbaren würde, weil der würzige Duft der unzähligen Kräuter in der Sonne anders riecht als diese Mischung aus salziger Gischt und Frische. Es reinigt die Sinne.

Zauberhafte Stimmung an der Pazifikküste

Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang und versuchten alles mit allen Sinnen aufzusaugen. Der frische Wind trieb den Jet Lag aus den Knochen und wir filmten und fotografierten munter drauf los. Das Foto oben ist ein gutes Beispiel, wie man eine Stimmung ablichtet. Auch dazu braucht es nicht unbedingt Sonnenschein, wenngleich es manchmal schwierig ist.

Half Moon Bay. Hinten bei den Häusern irgendwo steht unser Wohnmobil
Strandflora

Nun lag die zweite Etappe vor uns. Wir wollten die Highway 1, den allseits bekannten Pacific Coast Highway Richtung Süden nehmen. Ziel war Big Sur. Leider war der PCH im Frühsommer 2018 hinter Gorda wegen eines Erdrutsches nicht mehr befahrbar. Trotzdem wollten wir soweit nach Süden wie möglich, und dann zurück nach Monterey und von da aus eine Route im Landesinneren fahren. Vorher machten wir aber noch einen Pflichtbesuch bei den See-Elefanten im Ano Nuevo State Park. Davon mehr im nächsten Beitrag. Zuvor noch ein Video: