USA 2018 – Pacific Coast Highway

Ano Nuevo State Park

Nicht jedem ist es vergönnt, an der Pazifikküste entlang zu spazieren oder zu fahren. Sich dessen bewusst zu sein, macht es zu etwas Besonderem. Und so muss man sich das eine oder andere mal vergewissern, daß das jetzt tatsächlich passiert und kein Traum ist. Wir sind in Kalifornien!

See-Elefanten

Wir haben in den verschiedenen State- und Nationalparks immer wieder ehrenamtliche Volontäre getroffen, die uns Touristen mit viel Geduld und nicht ohne Stolz „ihren“ Park präsentierten. Hier wird nicht durch Verbotsschilder ausgegrenzt und so die Natur nur aus der Ferne erfahrbar gemacht, sondern man ist oft mittendrin im Geschehen. Gut, der Strand mit den See-Elefanten hatte einen etwas strengen, gewöhnungsbedürftigen Geruch, aber wann kommt man schon mal so dicht heran? Der Eintritt in den Ano Nuevo State Park war übrigens frei, weil wir die Nacht zuvor in einem State Park in Half Moon Bay Eintritt bezahlt hatten.

Pazifikküste

Wir fuhren auf dem PCH weiter südwärts bis nach Big Sur, wo wir eine weitere Rast einlegten. Uns war klar, das es da unten wegen der Sperrung nicht mehr weiter ging. Das Risiko, mit einem Wohnmobil auf irgendwelchen Baustraßen durch den Wald zu eiern war uns zu groß. Mit einem eigenen Fahrzeug kann man das vielleicht machen, aber der Gedanke, wegen Leichtsinns an einem Abschlepphaken zu enden, war uns dann doch zu abschreckend. Leider fehlte uns auch noch die Gelassenheit, um Stehplätze für die Nacht zu finden. Was wussten wir schon von boondocking oder BLM-Plätzen? Genau, nichts. Das Wissen kam erst später. Und so machte sich dann schon nachmittags immer die Sorge breit, wo wir denn über Nacht stehen würden.

Die Bixby Bridge haben wir an diesem Tag auch gleich zweimal überquert. Hin und zurück.
Der Zweck dieser Etappe: Big Sur

So schön die Fahrt entlang der Pazifikküste auch ist – irgendwann muß man wieder ins Landesinnere. Für uns bedeutete dies erst einmal zielloses Weiterfahren auf der Suche nach einem Rastplatz für die Nacht. Die Tageskilometer addierten sich schon merklich, es fing an zu dämmern, wir fuhren durch Gegenden, die so garnichts mit den ansprechenden Bildern in den Reiseprospekten zu tun hatten, auf der 101 südwärts. Links und rechts nur Agrarland, Avocado-Farmen wohl. So kamen wir nach King City, müde, hungrig und erschöpft. In einem Burger King verspeisten wir unser Abendessen und Unmut machte sich breit. Wir checkten nochmal unsere Apps nach Plätzen. In der Nähe war der San Lorenzo Park Campground. Für unsere Verhältnisse sehr spät kamen wir dort an.