USA 2018 – Zion NP

Die letzte Station in Utah war der Zion Nationalpark. Von allen Parks in Utah ist dieser am dichtesten dran an dem, was ich einen Vergnügungspark nennen würde. Das kleine Städtchen Springdale, Dreh- und Angelpunkt für Aktivitäten im Zion, lebt vom Tourismus und ein Parkplatz für einen ganzen Tag kostet hier so viel wie anderen Orten ein Hotelzimmer.

Springdale

Aber Zion ist viel mehr als ein Ausflugsziel für Tagestouristen. Hier ist ein Paradies für Backpacker, die auf mehrtägige Hikes gehen und die grandiose Berglandschaft erkunden wollen. Angels Landing ist mit 1765 Metern der meist bestiegene Berg in Zion, der höchste – Horse Ranch Mountain – ist 2660 meter hoch. Die Zugspitze ist nur 300 Meter höher. Insgesamt erstreckt sich der Zion NP über etwa 580 km². Uns blieb leider nur ein halber Tag, da wir frühmorgens schon im Bryce Canyon waren.

Fahrt durch den Zion NP

Auch im Zion NP ist es ratsam, den kostenlosen Shuttle-Bus zu benutzen. So kommt man relativ schnell an die einzelnen Aussichtspunkte und muss sich nicht um die Parkplatzsuche scheren. Auch wenn die Natur hier Atem beraubend schön ist – es ist schwer zu fotografieren. Meistens steht man vor einer riesengroßen Felswand und versucht krampfhaft, eine ansprechende, aussagekräftige Bildkomposition hin zu bekommen, was aber kaum gelingt. Hier ein paar Impressionen:

Wir können dem Zion NP nach einem Kurzbesuch nicht gerecht werden mit unserem Urteil, aber uns war es zu touristisch. Wir waren leider nur auf ausgetretenen Pfaden unterwegs, weil wir zeitlich limitiert waren. Noch wußten wir nicht, wo wir übernachten sollten. Wieder in Springdale, fragten wir im Visitor Center und eine sehr nette Mitarbeiterin gab uns den Tip für einen nahe gelegenen Boondocking – Platz.

Was die Boon Dockkerin gesehen hat…

Wir verließen den Zion NP abends und machten uns auf die Suche nach dem besagten Boondocking – Platz. Wir hatten einen kleinen Flyer bekommen, wo er eingezeichnet war, was uns aber nicht hinderte, erst einmal entlang des Virgin Rivers daran vorbei zu fahren, bis wir nach zwanzig, dreißig Meilen merkten, dass wir uns verfahren hatten. Wieder einmal.

Boondocking an der Colob Terrace Road.

Die letzte Nacht in Utah irgendwo im Nirgendwo. Noch konnten wir einmal darüber schlafen, ob wir am nächsten Tag entgegen aller Vernunft und auf eigenes Risiko das Death Valley mit dem Wohnmobil durchqueren wollten. Cruise America kommt nämlich im Falle einer Panne nicht für die Abschleppkosten auf. Aber wie heißt es so schön: No risk, no fun…

USA 2018 – Arches NP, Utah

Fragt man nach beliebten Reisezielen in den USA, kommen einem sofort New York, Las Vegas, Kalifornien, Florida oder auch Alaska in den Sinn. Aber Utah? Wo liegt das überhaupt? Bei der Vorbereitung unserer Reiseroute haben wir uns überhaupt erst mit Utah beschäftigt, weil einige Nationalparks dort zu finden sind. Aber wir hatten keine Ahnung von der atemberaubenden Schönheit dieses Bundesstaates, der epischen Landschaften, der farbenfrohen, vielgesichtigen Natur.

Utah

Die kleine Stadt Moab ist ein guter Ausgangspunkt, um den Arches Nationalpark zu erkunden. Allerdings nutzen wir die kleine Stadt nur, um Vorräte aufzustocken. Übernachtet haben wir auf einem Campground am Colorado. Es war nicht der erst beste, sondern der fünfte oder sechste. Alle anderen, die wir vorher angefahren hatten, waren voll. Allerdings war die Anfahrt entlang des Colorado River schon ein Erlebnis.

Teil 1
Teil 2

Der Arches Nationalpark hat seinen namen von den „arches“ – von der Erosion geformte Steinbögen, die hier mehrfach vorhanden sind. Aber auch eigenartige Steinformationen wie der „Balanced Rock“ sind hier zu finden.

Arch
Balanced Rock

Der Arches NP war so ziemlich der östlichste Zipfel auf unserer Rundreise. Von nun an ging es wieder westwärts.